Stefans Homepage
Leid und Zweifel


Dazu einige Worte über Leid und Schmerz von John Stott:
"Wenn es das Kreuz nicht gäbe, könnte ich persönlich nicht an Gott glauben. Wie könnte man in einer Welt des Schmerzes denn einen Gott anbeten, der gegen diesen Schmerz immun ist? Ich habe in verschiedenen Ländern Asiens viele buddhistische Tempel betreten und respektvoll vor der Buddha-Statue gestanden, die im Schneidersitz, die Arme vor der Brust gekreuzt, die Augen geschlossen, den Hauch eines Lächelns um den Mund, einen entrückten Gesichtsausdruck zur Schau trägt, und den Qualen und dem Elend der welkt völlig fern ist. Aber jedes Mal musste ich mich nach einer Weile abwenden.
Und in meiner Vorstellung habe ich mich stattdessen der einsamen, sich windenden, gefolterten Gestalt am Kreuz zugewandt, der Nägel durch Hände und Füße getrieben worden waren, die mit blutenden Wunden an der Stirn von der Dornenkrone, mit trockenem Mund und unendlich viel Durst, in die gottvergessene Finsternis gestürzt war. Das ist Gott für mich! Er hat seine Immunität zugunsten des Schmerzes abgelegt. Er ist in unsere Welt aus Fleisch und Blut, Tränen und Tod hinein gekommen. Er hat für uns gelitten. Und angesichts dessen werden unsere Leiden erträglicher. Menschliches Leiden ist immer noch mit einem Fragezeichen versehen, aber wir stempeln mutig ein anderes Zeichen darüber, näcmlich das Kreuz, das das Leiden Gottes symbolisiert. Das Kreuz Christi ist Gottes einzige Rechtfertigung in einer Welt wie der unseren."
aus "Warum?" von Lee Strobel





Zeichen der Zeit
Die Zukunft scheint in graue Nebel gehüllt,
die Zeichen der Zeit verkünden schwere Stürme.
Ereignisse geschehen, die schon lange in Gottes Wort angekündigt waren.
Kriege und Kriegsgeschrei, Erdbeben und Fluten, Friedensgespräche und doch kein Frieden.
Doch eines gilt zu allen Zeiten.
Bei dir, mein Gott, ist die Zukunft nicht dunkel, sondern licht.
Die Geschehnisse liegen alle in deiner Hand.
Du führst den Plan mit dieser Welt zu Ende.
Deine Kinder brauchen sich nicht zu fürchten,
vor dem was kommen mag,
denn du hältst ihr Schicksal in deinen Händen.
Du bewahrst sie nicht davor in dieser Welt gehasst und verfolgt zu werden,
doch du bewahrst ihren Glauben, bis sie das Ziel bei dir erreicht haben.
Mag die Welt auch immer mehr im Chaos versinken, du bist doch da.
Solange du unser Leben lenkst, brauchen wir uns nicht zu fürchten.
Mag auch soviel Dunkelheit umherziehen,
bei dir ist auch die Zukunft licht.
Wir können dir vertrauen in den Stürmen,
die auf diese Welt noch zukommen.
Anfang, Ende und Verlauf sind in deiner Hand.
© by Stefan Fröhlich 14. November 2014

Du ziehst mich aus der Tiefe
Auch in der Tiefe bist du da,
wenn ich zu dir rufe.
Selbst in der tiefsten Not der Seele,
wenn das Wasser mir zum Halse steht,
so bist du da und hältst mich fest.
Du ziehst mich empor aus der Grube
und stellst mich auf felsigem Grund,
wo ich sicher bin.
Wenn Stricke der Sünde mich erfassen,
die Schuld mir den Atem raubt,
da nimmst du mir meine Last ab.
Sie liegt begraben am Kreuz,
wo du für mich starbst, mein Jesus.
Sie ist vergeben für immer.
Im täglichen Kampf gegen die Sünde
stehst du mir bei,
wenn ich falle, hebst du mich auf
und verbindest die Wunden.
Aus Gnade nimmst du mich an,
streckst mir deine Arme entgegen.
Ich laufe hin zu dir,
fasse mich in deine Hände, Vater.
Du wartest auf mich in der Ewigkeit,
da wo ich bei dir zu Hause bin,
geliebter Vater.

© by Stefan Fröhlich, 6.8.2017

Niemals aufgeben!
Gib nicht auf,
auch wenn alles gegen dich läuft.
Gib nicht auf,
auch wenn viele gegen dich aufstehn.
Gib nicht auf,
auch wenn der Nebel grau auf deine Stimmung drückt.
Gib nicht auf,
auch wenn die Gottlosigkeit in der Welt immer mehr zunimmt.
Gib nicht auf,
auch wenn nicht jeder Wunsch deiner Gebete sich erfüllt.
Gib nicht auf,
auch wenn Gottes Antwort auch mal länger auszubleiben scheint.
Gib nicht auf,
auch wenn Zweifel dir den Mut am Leben nehmen.
Gib nicht auf,
denn er steht an deiner Seite
und führt dich an seiner Hand.
Du bist bei ihm geborgen,
er lässt dich nie allein.
Jesus spricht zu dir: Mein geliebtes Kind.
Du brauchst niemals aufzugeben,
selbst wenn du mal gefallen bist.
Ich helfe dir auf,
denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.
Gib niemals auf!

© by Stefan Fröhlich 4. Dezember 2015

Du musst nicht perfekt sein

Danke Herr,
dass ich nicht vor dir perfekt sein muss.
Du liebst mich hier und jetzt mit meinen Fehlern und Schwächen.
Ja, ich muss dir nicht einmal beweisen,
dass ich ein besserer Mensch werden kann.
Ohne dich ist keine Veränderung möglich.
Doch du berührst mich behutsam und führst mich sanft an deiner Seite,
um mich so umzugestalten,
das mein Leben dich verherrlicht.
Ich muss mich nicht wild anstrengen,
um in den Himmel zu kommen,
allein du, Jesus,
konntest die Kluft überbrücken.
Und so lege ich all die falschen Ansprüche an mich selbst
und all die anderen ab.
Ich will deinem Vorbild folgen und mich so annehmen wie ich bin.

© by Stefan Fröhlich   15. Juli 2009 in Heimerzheim

Umkehr zu Gott
Wir leben in einer Welt, wo Leid, Krieg und Terror herrschen.
Menschen kommen ums Leben, die nicht schuldiger waren als andere.
Es ist eine Zeit, wo Menschen sich von Gott abwenden und nach Selbstverwirklichung suchen.
Und wenn sie das Leid trifft sind sie unvorbereitet.
Es gibt viel Leid in unsrer Zeit:
Was lernen wir daraus?
Die einzig richtige Konsequenz ist die Umkehr zu Gott.
Gott, der alles geben kann, was ein Mensch braucht.
Er, der jeden Menschen liebt; Kompromisslos, Unvergleichbar.
Das Beste, was ein Mensch tun kann, ist, zu Gott umzukehren.

© 
by Stefan Fröhlich


Man könnte verzweifeln
(Wenige Stunden nach der Niederschrift fand der Amoklauf in München statt)
Vater, du siehst all das Chaos
und die Unordnung auf der ganzen Welt.
Ich bitte dich, hab Erbarmen.
Ein Volk erhebt sich gegen das andere,
manchmal gegen das eigene.
Diktatoren greifen nach der Macht,
Populisten hetzen ganze Völker auf,
der Hass regiert die Welt.
Hab Erbarmen, Herr. Erbarme dich.
Terroristen töten Unschuldige,
Verführer täuschen ganze Volksgruppen,
das Böse gewinnt an Zuspruch,
Flüchtlingsströme fließen.
Oh Herr, hab Erbarmen.
Wenn ich nicht sicher wüsste,
dass du alles in der Hand hältst,
würde ich völlig verzweifeln.
Da ich weiß,
dass alles auf dich zuläuft,
vertrau ich dir die Zukunft an.
Dein Erbarmen kennt keine Grenzen.
Bald wirst du kommen, gnädiger Herr.

© by Stefan Fröhlich 22. Juli 2016

Gottes Nähe
Ich stand da und zweifelte,
konnte Gottes Wege nicht verstehn.
Ich grübelte und grübelte,
dachte: So kann es nicht weitergehn.

Refr.:
Doch dann sah ich zum Nachthimmel empor,
sah die vielen unzählbaren Sterne.
Ich spürte Gottes Gegenwart
und er war mir nicht mehr ferne.

Doch wie sollte es nun weitergehn?,
die Probleme warn immer noch da,
doch Gott zeigte mir einen Ausweg aus der Not.
Er sprach zu mir ganz klar:

Refr.:
Ich bin bei dir bis ans Ende der Welt,
meine Gnade endet nicht.
mein Kind ich verlasse dich nie,
auch wenn alles zusammenbricht.

Erschütterung
(Im Gedenken an die Opfer vom 11. März)
Und wieder stehen wir da und können nicht begreifen,
wie Naturkatastrophen scheinbar aus dem Nichts zuschlagen,
 und viele Menschen zutiefst erschüttern können.
Leid und Zerstörung sind über Japan gekommen,
an diesem stärksten Beben seit 140 Jahren.
Doch dann gab es noch den Tsunami, den das Beben ausgelöst hat;
der weite Landstriche überflutete und verwüstete.
Unzählige Menschen verloren dabei ihr Leben,
von Hab und Gut ganz zu schweigen.
73000 Häuser sollen zerstört worden sein.
Doch durch diese Katastrophe ist auch ein Atomkraftwerk außer Kontrolle geraten.
Sämtliche Sicherheitssysteme versagten und die Brennstäbe in den Reaktoren heizen sich immer mehr auf.
Es gab Explosionen in der Reaktorumkleidung und es trat gar Radioaktivität aus. Verzweifelte Helfer versuchen den Super- GAU aufzuhalten. Auch wenn sich die Situation stabilisiert hat, unter Kontrolle ist sie damit noch immer nicht.
Es sind dramatische Tage für Japan, eine schwere Krise.
Ohnmächtig können wir Menschen nur zusehen, wie eine Kette von unglücklichen Ereignissen und einer Mischung menschlichen Versagens,
große Folgen haben kann.
Wir können uns noch so viele Sicherheitsmaßnahmen ausdenken; sie können alle auch gleichzeitig versagen.
O Gott, lehre uns, dass wir unsere Hoffnung nicht auf unser eingeschränktes Wissen und Können setzen, sondern von dir Hilfe erwarten!

© by Stefan Fröhlich 20. März 2011


Feuerlöscher?
Soviel Leid und soviel Schmerz
sind in dieser Welt.
Das Elend findet kein Ende.
Ist ein Konflikt erstmal gelöst,
brechen gleich zwei andere
irgendwo in der Weltgeschichte auf.
Es stellt sich dann immer wieder die Frage,
wie ein liebender Gott
das alles zulassen kann.
Doch Gott ist nicht die Ursache
für die Konflikte,
denn das sind wir Menschen.
Wir können nicht in der Not Gottes Eingreifen als Feuerlöscher fordern,
wenn er uns in guten Zeiten
keines Gedankens würdig ist.
Wir können nicht Gottes Hilfe erwarten,
wenn wir ansonsten ohne ihn leben
und wenn wir so schnell vergessen,
wie er uns geholfen hat.
Daher lasst uns diese Gottlosigkeit durchbrechen.
Es ist der einzige Weg
in eine Beziehung zu Gott.


© by Stefan Fröhlich 15. September 2011

Gott ist mein Schutz
Herr, zu dir darf ich so kommen wie ich bin,
mit meinen Fehlern, meinen Schwächen und meinem Versagen.
Ich bin bei dir geborgen.
Wie ein Küken unter dem Federkleid der Henne,
wachst du über mir.
Du bist mein Schutz.
Wenn mir Gefahr droht, wehrst du sie ab.
Du bist ein Beschützer vor den listigen Anschlägen des Satans;
An deinem Schutzschild prallen alle feurigen Pfeile ab.
Du lässt mich teilhaben
an der Verkündigung der Botschaft des Friedens,
die alle Menschen hören sollen.
Du bist mein Herr und mein Erlöser,
du hast mich befreit von meiner Schuld.
Als Erster bist du auferstanden
und du wirst am Ende der Zeit alle Gläubigen erwecken.
Ich weiß: Es hat einen Sinn auf das Ziel zuzuleben.


© by Stefan Fröhlich

Licht der Welt

Es ist finster um mich her;
tappe im Dunkeln,
suche nach Licht und Wärme.
Es ist finster in mir,
spüre schmerzende Verletzungen,
suche Licht, aber habe Angst davor, dass andere sehen wie ich bin.
Ich suche nach Liebe, aber finde sie nicht, bin einsam und allein.
Suche Ersatz, finde keinen Frieden;
andre sind schlecht: Ich nicht besser.
Und da schenkst du mir Licht.
Kamst herab in diese Welt in mein Leben.
Leuchtest die Finsternis weg, entfernst den Dreck.
Gibst mir Liebe, starbst am Kreuz für mich,
littst Höllenqualen,
standest von den Toten auf.
Du zeigst mir den Weg, gibst mir Freude,
von dir strömt Leben
- ewiges Leben -.
Du bist nicht nur Licht, sondern machst mich auch zu einem Licht.
Ich erfahre Gemeinschaft, bin geborgen;
komme was mag: Du bist bei mir.

Gebt nicht auf!
Ausgezehrt, doch nicht am Ende.
Angegriffen, doch stark in der Schwachheit.
Unter Druck, doch unter Gottes Beistand
bin ich hier und kann nicht anders,
denn er selbst hat mich hier hingestellt.
Die Wahrheit ist mir ins Herz gebrannt,
es fließt über vor Freude.
Denn der Herr ist mit denen, die nach ihm fragen
und wird sich finden lassen, von denen, die ihn suchen.
Es ist eine kleine Zeit der Schmerzen,
verglichen mit der Ewigkeit, in Gottes Herrlichkeit.
Lasst uns nicht lockerlassen,
sondern in der Kraft Gottes
weiter dem Ziel entgegen streben!
Es gibt eine verlorene Welt für Gott zu erobern.
Rafft euch auf, denn die Zeit wird knapp.
Helft denen, die müde geworden sind!
Denn der Herr gibt denen neue Kraft,
die nach seinem Willen fragen.

©  by Stefan Fröhlich   Kempen, 4.11.2002

Stille

Ein welkes Blatt fällt,
von einem fast kahlen Baum, hinab.
Es ist Herbst.
Das Blatt fällt in einen Teich zu vielen anderen, schon dort schwimmenden, Blättern.
Trübe ist das Wasser.
Insekten schwirren über das Wasser.
Ansonsten Stille.
Da zwitschert ein Vogel einsam in luftiger Höhe.
Ein Hase hoppelt aus seiner Höhle.

Noch ist alles reichlich vorhanden.
Aber wie lange noch?
Ein Bellen stört den Frieden der Landschaft.
Der Hase verschwindet.
Es wird dunkel
Die Nacht kommt. Der erste Frost.
Doch es gibt Hoffnung.

Gerettet

Ich fiel in einen Sumpf.
Ich drohte zu ertrinken,
Wasserpflanzen zogen mich nach unten.
Ich schnappte nach Luft, bekam aber keine.
Ich strampelte wie wild,
aber ich verfing mich um so mehr in den Seerosen.
Ich stieß Schreie der Verzweiflung aus.
Meine Augen waren weit aufgerissen.
Langsam füllte sich auch mein Mund mit Wasser.

Da wurde ich gerettet.
Einer zog mich heraus aus dem Wasser.
Ich darf nun leben durch ihn.
Alles ist neu, alles verändert.
Ewig will ich ihm dankbar sein,
der mich aus dem Geflecht der Sünde
befreit hat.
Jesus errette mich.
Dafür will ich ihm danken.


Geschmiedet für die Ewigkeit
Es gibt so vieles,
das nicht hält,
was es verspricht.
Doch das was in der Not geschmiedet wurde
und in Zeiten der Ausweglosigkeit an Gutem entsteht,
das wird halten für die Ewigkeit.
Ich will mein Herz nur an das binden,
was Bestand hat und nicht vergeht.
Gottes Liebe, die mich hält und mich trägt,
wird gerade in solchen Zeiten kraftvoll und spürbar.
Der Kampf gegen das Dunkle verlangt alles ab
und wird vielleicht noch lange dauern,
doch es wird geschehen
dass der Sieg darüber für jeden sichtbar wird.
Es gibt einen Ausweg in der Not
und es gibt Kraft, um zu bestehen.
So wird Vertrauen gegossen, geschmiedet und gehärtet
und es trägt mich in die Ewigkeit.

© by Stefan Fröhlich 2.2.2011


In der Schwachheit stark

Wenn alles zusammenbricht und ich hilflos zusehen muss;
Wenn ich schwach bin und keine Kraft mehr habe.
Dann ist Gott bei mir und steht mir still zuseite
Ob müde oder abgekämpft,
ob traurig einsam und von Menschen verlassen:
In jeder Situation gebührt Gott die Ehre.
Denn er ist es,
der mich in meiner Schwachheit stark macht,
der mich zu sich hinzieht
und gibt was ich brauche,
so sehnsüchtig mir erhoffe:
Liebe, Geborgenheit, inneren Frieden und tiefe Freude.
Das ist einzigartig, unfassbar, einfach unaussprechlich!
Wenn ich am Ende bin,
ist er noch lange nicht am Ende.
Er wird den Weg mit mir zu Ende gehen,
bis ans Ziel, wo er schon auf mich wartet,
und in seine Arme schließen wird.

© by Stefan Fröhlich

Verändere mich
Wenn ich glaube alles erreicht zu haben, was ich erreichen wollte,
verändere mich
Wenn ich stolz bin, was ich bin und habe,
verändere mich.
Wenn ich verzweifelt bin und nicht mehr weiter weiß,
verändere mich.
Wenn ein Sturm durch mein Leben braust und an den Fundamenten rüttelt,
verändere mich:
Und wenn ich glaube, dass sich nicht mehr viel bei mir ändern kann,
verändere mich.
Denn so, wie ich bin, kann ich nicht bleiben;
verändere mich immer mehr nach deinem Willen,
denn du hast die Kraft Dinge zu ändern,
die wir als nicht änderbar sehen.
O Herr, verändere mich.

1. Dezember 2002

Tsunami
(Im Gedenken an die Opfer des Tsunami
an Weihnachten 2004)

Wir denken mit Trauer an die Geschehnisse von vor 5 Jahren.
Eine einzige Welle überflutete ganze Küstengebiete Asiens und riss von jetzt auf gleich an Weihnachten 2004 viele Menschen in den Tod.
Es waren Reiche und Arme, Schuldige und Unschuldige, Touristen und Anwohner, Asiaten, Amerikaner und Europäer.
Doch sie vereint die Tatsache,
dass sie in wenigen Augenblicken starben.
Diese Flutwelle verwüstete Küsten, Hotels, Wohngebiete und trug Schiffe weit ins Landesinnere.
Sie traf insbesondere Indonesien, Thailand, Sri Lanka und Indien.
Wo bleibt da die Gerechtigkeit Gottes, fragen wir.
Wie kann er nur so viele Menschen sterben lassen?
Doch es ist nicht seine Schuld,
sondern unsere, weil wir uns von ihm entfernt haben.
Da wir uns von ihm abgewandt haben,
leidet auch die Natur und Katastrophen wurden so erst möglich.
Doch wer diese schlimmen Ereignisse als Chance zur Umkehr begreift, der wird bei Gott nicht nur echten Trost, sondern ewiges Leben finden.

© by Stefan Fröhlich             28.12.2009, Heimerzheim



Sturm der Gezeiten
Erst im Leid erfahren wir Gottes Treue in seinem ganzen Ausmaß.
Erst im Leid können wir die Tiefen seiner Fürsorge erfahren.
Erst wenn uns alles genommen wird, was uns wichtig erscheint,
können wir Gottes Gnade ganzheitlich erleben.
Denn wir klammern uns zu fest an Dingen,
die im Sturm der Gezeiten nicht halten und weggeschwemmt werden.
Doch wenn alles nicht mehr da ist,
sehen wir den Felsen umso deutlicher,
der uns hält und vor dem Abdriften bewahrt.
Das Fundament wird freigespült,
doch es trotzt jeder Flutwelle, jedem Orkan und jedem Erdbeben.
Eins können wir sicher sein.
Gott wird uns auch in stürmischen Zeiten nie verlassen,
auch wenn er weit weg zu sein scheint.

Er ist bei uns.
Immer!

© by Stefan Fröhlich            Hohe Mark


Seereise im Gegenwind

Wir haben die Segel gehisst und den Anker gelichtet,
denn wir suchen das Land der ewigen Freiheit,
wo kein Mensch mehr Sklave seines eigenen Egoismus ist.
Der Gegenwind bläst uns ins Gesicht,
die Zeichen stehen auf Sturm
und feindliche Piraten verfolgen uns,
doch das Ziel steht auf unsere Fahnen geschrieben.
Wir halten durch trotz aller Unbilden
und furchtbarer Gefahren, die auf dem Seeweg lauern.
Es ist das Ziel, das uns antreibt,
und das Ende der Reise, wenn wir triumphierend
das Land der Verheißung betreten werden.
Dann werden wir nie wieder an das Ungemach
der Reise denken
und mit ganzer Seele den Lohn
für unser Ausharren empfangen,
denn wir werden endlich ankommen,
wo wir schon immer hatten sein sollen.

© by Stefan Fröhlich            05.10.2008


Das Schiff im Strom
Ich reise durch die Gegenwart, auf einem großen Strom, mit einem unbekannten Ziel.
Es geht schnell voran, der Sturm der Gefühle dringt auf mich ein.
Die Reise führt vorwärts, denn der Weg zurück in die Vergangenheit ist abgeschnitten.
Die Brücken an Land sind abgerissen, die Verbindungen gekappt.
Wohin das Schiff mich bringt, lässt sich nur erahnen.
Jedes Augenzwinkern in dieser Sekunde, liegt jetzt schon in der Vergangenheit.
In welches Meer wird dieser Fluss münden und in welchen Hafen wird mein Schiff einlaufen?
Doch ich habe die Gewissheit, wohin sich mein Schiff bewegt, auch wenn ich das Ziel noch nicht sehen kann.
Ich habe in Erfahrung gebracht, dass im Endhafen der Lotse auf mich wartet, der mir mit Funksprüchen Anweisungen gibt, wie ich auf diesem scheinbar endlosen Strom bestehen kann.
Ja, ich weiß, mein Schiff wird nicht kentern, so hoch auch die Wellen schlagen mögen.
Ich richte den Bug des Schiffes in die Zukunft, halte fest, wie mir der Lotse in der Vergangenheit geholfen hat und lebe in der Gegenwart.
Am Ende werde ich den Hafen einlaufen, und dort für immer bei dem Lotsen, meinem Vater, bleiben.

Februar 2007  © by Stefan Fröhlich

Führungslos

Durch den Wind und durch den Sturm,
kämpft sich das Schiff auf seiner Fahrt.
Die Wellen werfen es wie eine Nussschale in die Waage.
Verzweifelt schreit die Besatzung vor Angst,
denn ohne Steuermann und Kompass sind sie verloren.
Dabei wollten sie doch nur frei sein.
Frei von den Anweisungen des Steuermanns
und den Navigationsgeräten,
die ihnen den Kurs aufdrängten
Sie haben den Steuermann ausgesetzt
und den Kompass über Bord geworfen.
Jetzt wissen sie, dass beides ein Fehler war, bloß jetzt ist es zu spät! Oder?
Da flackert ein Rettungslicht in der Dunkelheit
durch die sprühende Gischt der Wellen.
Die Besatzung sieht ihre letzte Chance,
mit vereinten Kräften folgen sie dem Licht.
Sie laufen in den sicheren Hafen ein,
den der Leuchtturm ihnen gewiesen hat.
Dort wartet schon der Steuermann auf sie,
denn er hat das Feuer entzündet,
um seine Mannschaft zu retten.
Jetzt sind sie sicher im Hafen angelangt, wo Wind und Wellen ihnen nichts mehr anhaben können.
Doch ohne ihren Steuermann werden sie nie wieder aufbrechen.

© by Stefan Fröhlich   6.8.2005, Lindau am Bodensee

Kommt her zu mir
Eine Stimme, die Heilung verspricht
und ein Mund der Heilung verkündet,
spricht: Kommt her zu mir,
die ihr mühselig und beladen seid,
ich will euch erfrischen.
Lasst los, was euch hält mir ganz zu vertrauen,
denn ich gebe euch gerne, was ihr nötig habt.
Ich will eure Seele erquicken
und euer Leben von Grund auf erfrischen.
Kommt her zu mir, ich gebe euch Halt
und neue Hoffnung strömt von mir
über in eure Herzen.
Bringt alles zu mir, was euch quält und plagt,
ich will euch davon befreien.
Noch mehr will ich euch geben,
als ihr je in euren kühnsten Träumen zu hoffen wagt.
Kommt her zu mir, ich nehme euch eure Lasten für immer ab.

© by Stefan Fröhlich                  Hohe Mark



Das Schwache
Du kümmerst dich um die Schwachen und Verletzten,
denn das was in der Welt nichts bedeutet, das hast du dir erwählt.
Wir sind dein Erbteil, das was dir gefällt, selbst wenn wir so oft versagen.
Denn du hältst uns so fest, dass wir nicht tiefer fallen können als in deine Hand, wie ein Netz das über den Abgrund gespannt ist.
 In deiner Hand bin ich geborgen, ich spüre deine Gegenwart trotz allem Leid,
in dem ich mich befinde.
Denn gerade das Arme und Schwache hast du dir erwählt.
Zeige mir den Weg den ich gehen soll, der herausführt aus dem Elend.
 Ja, das Schwache ist dein Eigentum.


© by Stefan Fröhlich 

Die Felswand
Meine Sorgen lege ich auf dich, denn du wirfst sie weit weg von mir in das tiefste aller Meere. Du rollst meine Last fort, den Berg hinunter. Auch wenn ich nicht weiß, wie ich den nächsten Tag überstehen soll, so weiß ich dennoch was mich hält. Du bist der Felsengrund auf den ich baue, und auch wenn mein Lebenshaus erschüttert wird, schmiegt es sich fest an die starke Felswand an. Warum sollte ich mich auch fürchten, wenn du doch mir beistehst, mich tröstest und stützt in jeder Situation meines Lebens. Ich hoffe und vertraue auf dich, Herr.

© by Stefan Fröhlich    Hohe Mark

Depression
Ich tappe blind durchs Dunkle, kann den Ausgang nicht finden.
Ein Labyrinth aus zahllosen Irrgängen hat sich vor mir aufgetan.
Ich irre durch Felder voller Nebelschwaden,
wo ich vorne und hinten nichts erkennen kann,
renne ziellos umher, suche den Ausweg aus der Not,
doch auf meinem Schiff ist noch lange kein Land in Sicht.
Nun bin ich ein Gefangener meiner eigenen Gedanken,
ein schädliches Programm, das in Endlosschleife abläuft,
mich in Trauer erstarren lässt
und mich ruhelos macht .
Doch das schlimmste ist, dass Gott ganz fern zu sein scheint,
ich kann seine Stimme nicht mehr erkennen
und seine Worte nicht hören,
ich suche ihn stundenlang,
doch ich kann ihn nicht finden.
Was einmal war, scheint nicht mehr zu gelten.
Sind denn seine Verheißungen hinfällig geworden?
Nein, Gott , ist über mir, unter mir und neben mir.
Er hält mich in seiner liebenden Hand,
und hält sein Netz über den Abgrund, in den ich zu stürzen drohe.
Ich sehe den Ausweg nicht, doch der Herr ist das Licht, das mich leitet.
Auch wenn ich ihn nicht sehe und oft nicht spüre,
weiß ich, dass er den Weg aus dem Dunkel kennt
und mich darauf in das ewige Licht führt.
Es wird nicht für immer dunkel bleiben.

© by Stefan Fröhlich 31.10.2008



Das Samenkorn
Wohin das Samenkorn hinfällt,
da wird es wachsen und gedeihen,
bis das es ein Baum wird,
der groß und stark seine Arme ausbreitet.
Es dauert lange bis das Ziel erreicht ist,
doch dann wird es für die Welt offenbar werden.
Die Talsohle ist durchschritten, der Wellenkamm ist gemeistert,
es geht vorwärts in ein neues Leben.
Das Korn wird liebevoll gepflegt und als Jungpflanze gehegt.
Der Gärtner kümmert sich wie um sein eigenes Kind darum,
er herzt es, gießt es und bettet es nachts zur Ruhe.
Er sieht jetzt schon den Baum, der riesig wird
und anderen vor der Sonne Schatten bieten wird.

© by Stefan Fröhlich 

Der gute Hirte/
der 23. Psalm frei erzählt
Am lebendigen Wasser stehe ich hier
und trinke aus der Quelle des Lebens,
zu der mein Freund, der Hirte, mich führt,
damit es mir an nichts mangelt.
Denn es ist sein Ziel,
dass ich Leben im Überfluss haben soll,
er hat Pläne des Friedens mit mir.
Deshalb steigt er auch mit mir
in das Tal des Todesschattens hinab
und bewahrt mich vor raffgierigen Bären und Wölfen,
Er teilt seine Speise mit mir an seinem Tisch
und lässt mich ihm von Angesicht zu Angesicht begegnen.
Bei ihm darf ich bleiben in Ewigkeit,
nie wird er es mir an etwas fehlen lassen.

© by Stefan Fröhlich
23.06.2008 Klinik Hohe Mark. An den Teichen



Leid

Es gibt nur eine Begründung für das Leid.
Es gibt nur eine Hoffnungsquelle, die Schmerzen lindert.
Jesus, ist die Antwort Gottes in einer Welt voll Schmerz und Leid.
Er selbst kam auf die Erde und litt die Summe allen Schmerzes für uns.
Er bezahlte den Preis, den wir hätten abgelten müssen, aber nicht konnten
und nahm alles auf sich, damit wir leben dürfen.
Noch ist die Welt nicht schmerzfrei,
noch ist das Leid nicht von der Erde verbannt,
doch es wird der Tag kommen,
da wird Jesus von unseren Augen alle Tränen abwischen und aller Schmerz,
alle Sehnsucht werden ein Ende haben.
Solange dürfen wir auf ihn vertrauen, dass er uns versteht und mit uns leidet,
doch am Ende wird er uns ans Ziel führen.

25.06.2008 Hohe Mark          © by Stefan Fröhlich

Du bist nicht allein
Hab keine Angst, du bist nicht allein,
trotz Einsamkeit und Not,
Einer steht fest zu dir und
hält dich sanft an deiner Schulter.
Du brauchst dich nicht zu fürchten,
Jesus ist bei dir, hier in deiner Nähe.
Wohin willst du ohne ihn gehen?
Er allein gibt Lebenssinn.
Hab keine Angst, du bist nicht allein,
trotz Zweifel, Schwächen und Fragen.
Jesus hält dich sanft in seinen Händen,
wiegt dich wie eine Mutter ihr Kind.
Äußerlich magst du einsam sein,
doch innerlich will Jesus in dir einkehren.
In der Stillen Nacht ist er gekommen
und will bei dir Einzug erhalten.
Hab keine Angst, du bist nicht allein.
Einer steht fest zu dir und
berührt dich sanft an deiner Schulter.
Jesus ist bei dir.

© by Stefan Fröhlich 24.12.2008

Wirf dein Vertrauen nicht fort
Wirf dein Vertrauen auf Gott nicht fort,
du wirst sehen, selbst Wind und Wellen gehorchen ihm.
Wirf dein Vertrauen auf Gott nicht fort,
du wirst sehen, er rettet dich vor dem Ertrinken.
Wirf dein Vertrauen auf Gott nicht fort,
du wirst sehen, dass alle Kräfte der Natur ihm untertan sind.
Wirf dein Vertrauen auf Gott nicht fort,
du wirst sehen, er lenkt auch dein Leben auf gute Bahnen.
Wirf dein Vertrauen auf Gott nicht fort,
er sorgt dafür, dass du nicht scheiterst.
Wirf dein Vertrauen auf Gott nicht fort,
und lass dich in seine geöffneten Arme fallen.
Wirf dein Vertrauen auf Gott nicht fort,
und liefere dich ihm bedingungslos aus.
Wirf dein Vertrauen auf Gott nicht fort,
denn er hält auch dich in seiner Hand.
Wirf dein Vertrauen auf Gott nicht fort,
halte an ihm fest, um jeden Preis.
Wirf dein Vertrauen auf Gott nicht fort,
am Ziel wartet eine Belohnung.
Wirf dein Vertrauen auf Gott nicht fort,
bald werden seine liebenden Hände dich umschließen.

© by Stefan Fröhlich             6. April 2008


Du bist
Herr, du bist alles für die,
die auf dieser Erde nichts gelten.
Du bist der Zufluchtsort der Flüchtlinge,
der Halt der Haltlosen,
der Friede der Friedlosen,
die Schöpfkelle der Erschöpften,
die Kraft der Entkräfteten,
und die Freude der Trauernden,
Du bist die Krone der Ungekrönten,
die Quelle der Ausgequollenen,
die Freiheit der Unfreien,
die Gerechtigkeit der Entrechteten,
die Heimat der Heimatlosen,
und der Weg der Verirrten,
Du bist das Gehör der Tauben,
der Lauf der Lahmen,
die Sprache der Sprachlosen,
der Blick der Blinden
und die Gesundheit der Kranken.
Du bist, der du bist,
der du sagst, „Ich bin“,
und der du bleibst in Ewigkeit.

© by Stefan Fröhlich im Mai 2008


Wüste
Große Ereignisse geschahen in der Wüste
Gott selber griff auf übernatürliche Weise ein und versorgte sein Volk Israel.

Doch sobald einige Zeit vergangen war
und Schwierigkeiten überhand nahmen,
kamen den Israeliten Zweifel.
Sie begannen zu murren,
trotz alledem was sie mit Gott erlebt hatten.
Sie waren am Ende gewesen,
Gott hatte ihnen geholfen und
dennoch zweifelten sie.

Wie oft geht es uns genauso?
Wieviele Gebetserhörungen und Ermutigungen haben wir erlebt?
Doch wenn etwas nicht läuft,
beginnen wir zu meckern.
Wie undankbar sind wir Gott gegenüber!!!
Er trägt uns durchs Leben, gibt uns alles, was wir brauchen
und dennoch murren wir.
Wenn wir undankbar sind, können wir keine Gemeinschaft mit Gott haben!

Aber Gott ist gnädig und vergibt. Wenn wir ihm unsere Schuld bekennen, verzeiht er.
Wir dürfen dankbar sein und Gemeinschaft mit ihm haben.
Er enttäuscht uns nie!!!


Mauern werden fallen
Steile Mauern, riesig und bedrohlich,
hart und kalt sind die Wachen hinter den Zinnen.
Tiefe Wassergräben rings herum,
verhindern den Zutritt zur anderen Seite.
Spottend zeigen die Feinde auf die starke Mauer.
Mächtig und gewaltig ist sie,
niemand kann die Stadt einnehmen.
Hoffnungslosigkeit steigt herauf,
denn das Tor ins Verheißene Land ist verschlossen.
Abgeschnitten von dem Zugesagten,
die Mauern zu hoch, um sie zu erklimmen.
Zu Posaunenschall an sieben Tagen,
soll man die Stadt umziehen
und am siebten Tag gleich siebenmal.
Was hat dieser Quatsch bloß zu bedeuten?
Freund, verzweifle nicht an den Problemen,
wenn du Gott vertraust, kannst Riesen du besiegen!
Die Mauern werden fallen, wie es in Jericho geschah.
Den Feinden ist auf den Lippen der Spott eingefroren.
Ungläubig sehn die Bewohner die zertrümmerten Steine.
Die Wassergräben sind verschüttet,
der Weg in die Stadt kampflos freigeräumt.
Was Heeresmächten in Jahrhunderten nicht gelang,
schafften gering Bewaffnete in sieben Tagen.
Doch es war nicht ihr Sieg,
sondern der ihres Gottes.
Das Verheißene Land lag nun zu ihren Füßen.
Und wenn du auch an nicht endend wollenden Mauern verzweifelst,
und zitternd dich hinter Bäumen versteckst,
vertraue auf Gott: Er wird den Weg dir ebnen
und über eingerissene Mauern dich ins Gelobte Land führen.

© by Stefan Fröhlich              28.Oktober 2007



Gottes Treue währt für immer
Nach einem Psalm

Wenn Probleme mich überhäufen –
Gottes Treue währt für immer.
Wenn Hindernisse sich auftürmen –
Gottes Treue währt für immer.
Wenn ich keinen Ausweg mehr sehe –
Gottes Treue währt für immer.
Wenn mich Zweifel an Gottes Kraft überfallen–
Gottes Treue währt für immer.
Wenn Träume auf dem Scheiterhaufen landen –
Gottes Treue währt für immer.
Wenn Stürme durch mein Leben toben –
Gottes Treue währt für immer.
Wenn die Menschheit auf eine Krise zusteuert –
Gottes Treue währt für immer.
Wenn die Natur unter dem Winter leidet –
Gottes Treue währt für immer.
Wenn der Morgen auf sich warten lässt –
Gottes Treue währt für immer.
Wenn Gott selbst am Kreuz für uns stirbt –
Gottes Treue währt für immer.
Weil er Versöhnung für uns bewirkte,
währt Gottes Treue zu uns für immer.

© by Stefan Fröhlich        Heimerzheim, 31.01.2008



Führ mich in das Land

Führ mich in das Land,
wo die Sonne nicht aufhört zu scheinen,
wo Tränenquellen getrocknet werden,
und Krieg und Leid ein Ende finden.

Führ mich in das Land,
wo niemand mehr dem anderen misstraut,
wo man dem Mitmenschen das Beste gönnt,
und ihn ohne Hintergedanken beschenkt.

Führ mich in das Land,
wo die Blumen blühen, die Vögel zwitschern,
wo die Bäume das ganze Jahr Frucht tragen,
und Quellen des Segens das Land bewässern.

Führ mich in das Land,
wo der Strom der Liebe nie versiegt,
wo die Macht des Bösen erlischt.
und Löwe und Rind beieinander grasen.

Führ mich in das Land,
wo die Seelen Frieden finden,
und Gott selbst als unser König regiert,
wo er als Hirte selbst seine Schafe weidet.

Nimm mich an die Hand
und führe mich in das Land.

© by Stefan Fröhlich           15.02.2008



Heraus aus dem trüben Tal
Wenn die Nächte länger werden
und die Blätter von den Bäumen fallen.
Wenn die Pflanzenwelt abstirbt
und trübe Tage Sommer und Sonne ablösen.
Selbst dann stirbt die Hoffnung nicht.
Gott erspart uns nicht die schweren Zeiten von Leid und Not,
damit wir ihm immer ähnlicher werden.
Er will, dass wir uns in Geduld üben
und immer mehr seine Eigenschaften annehmen.
Du brauchst dich nicht abzustrampeln,
denn der Herr kämpft den Kampf für dich!
Du musst dich nicht von schlechter Laune herabziehen lassen,
wenn Gott, der Grund aller Freude, in dir lebt.
Lass dich herausziehen aus deinem trüben Tal und neu beleben von der Kraft,
die Leben radikal verändert!
Vergiss nicht, dass das Böse am Ende nicht das Sagen hat,
denn wir stehen auf der Seite des Siegers.

© by Stefan Fröhlich
im Herbst 2007

Hort der Geborgenheit
Du bist voller Herzlichkeit und Güte;
Ein Retter in der Not.
Du spendest Trost, wenn ich am Ende bin,
wenn ich weiß,
dass ich nicht zu leisten imstande bin,
was andere von mir erwarten.
Wenn ich mich selbst mit Erwartungen bombardiere
und nicht zu mir selbst finde.
Herr, heile meine Wunden,
lass mich deine Güte schmecken in deinem Haus.
Ich hab dir nichts zu bringen,
denn du bist meine Stütze und mein Stab.
Worauf soll ich mich sonst stützen,
wenn alle Pfeiler brechen
und alle Dämme zerbersten,
wenn nicht auf den einen,
der mich in der Hand hält
und mein Schicksal lenkt.
Auch wenn ich es nicht spüre und nicht sehe,
gibt es eine andere Welt, auf die es sich lohnt hinzuleben.
Du bist ein Hort der Geborgenheit,
zieh mich zu dir hin.
Lass mich bei dir bleiben,
auf ewig und für alle Zeiten.

© by Stefan Fröhlich

Krisenzeiten
Der Regen prasselt nieder auf die Erde.
Das Wetter ist trostlos.
Es zeigt sich kein Hoffnungsschimmer.
Tropfen perlen ab von Grashalmen und von Blüten.
Die ganze Natur scheint zu erzittern und zu weinen.
Doch das ist nicht das Ende,
sondern der Beginn einer neuen Zeit.
Was mit Tränen gesät wird,
wird mit Freuden geerntet.
Die Saat wird von den Tränen benetzt
und sie geht auf.
Sie wird wachsen und gedeihen und weite Kreise ziehen.
Denn die Krise ist die Möglichkeit zum Neubeginn.
Die Hoffnungslosigkeit wird nicht den Sieg davontragen, denn sie ist nur der Widerpart der Hoffnung
und diese stirbt nicht in der Krise,
doch sie wächst dadurch
und wird am Ende stärker hervorgehen als jemals zuvor.

© by Stefan Fröhlich   30.05.2010, Uedem

Nichts ist vor dir verborgen
Jesus, du siehst jeden Schritt,
den ich gehe,
jedes Wort hörst du,
ehe ich es spreche.
Nichts ist vor dir verborgen.
Herr, du siehst die Sehnsucht meines Herzens und die Wunden meiner Seele.
Schenke Heilung und neue Freude.
Mach mich so, wie du mich haben willst.
Es mag beängstigend sein,
dass du alles weißt und es keinen Ort gibt, wohin ich vor dir fliehen kann,
aber das erspart mir unnötiges Versteckspiel.
Bei dir bin ich auch mit meinen Fehlern angenommen,
denn du siehst mich schon jetzt,
wie ich einmal sein werde.
Doch ich bitte dich: Verändere mich,
denn so wie ich bin, kann ich nicht bleiben.
Herr, du durchschaust und durchleuchtest mich
und liebst mich dennoch mit einer unvergleichlichen Liebe.

© by Stefan Fröhlich Hohe Mark

Du nimmst die Sorgen
Du regierst die ganze Welt.
Alles ist dir untergeben.
Nichts entgleitet dir.
Es ist alles in deiner Hand.
Nimm meine Sorgen mir ab.
Du legst sie unter das Kreuz
und schenkst mir deine Ruhe.
Zu dir wende ich mich,
wo ich auch bin.
Mein Gestern, mein Heute
und mein Morgen;
sie gehören dir.
Sie sind in deine Hände eingeschrieben.
Du lenkst sie mit weiser Hand und Zuversicht.
Ich brauche mich nicht
vor der Zukunft zu fürchten.
Nimm mir die Sorgen ab
und lass sie nicht zurückkehren.
Bei dir sind sie gut aufgehoben.
Sie sind für immer in guten Händen.
Lass mich dir vertrauen in Ewigkeit.

© by Stefan Fröhlich 17. September 2014

Wunder und Zeichen
Herr, ich klopfe an die Pforte deines Tores.
Hab Erbarmen mit mir und lass mich eintreten!
Höre auf mein Flehen, und sieh die Tränen, die meine Augen benetzen.
O schenk mir doch Hoffnung auf Heilung.
Ich habe Angst, dass sie zerbricht.
Doch ich weiß, ich will dir vertrauen.
Du kannst Wunder wirken und mich ganz erneuern.
Ich will den Weg gehen, den du mir gewiesen hast.
Ich will mutig sein und mich nicht aufhalten lassen.
Ich will Worte der Liebe sprechen und deine Werke tun, damit die Welt erkennt, wie du wirklich bist.
Sie sollen dich sehen in deiner Herrlichkeit.
Es werden Zeichen und Wunder geschehen und wir werden staunen über dich.

© by Stefan Fröhlich    30. April 2010



Tränen dieser Welt
Wenn ich das viele Leid in der Welt erblicke,
erfüllt sich mein Herz mit Trauer.
Wie viele Tränen müssen noch geweint werden
Und wie viele Menschen unter Schmerzen leiden?
Krebs und Aids, Grippe und Tuberkulose;
Unzählige Krankheiten setzen Menschen zu.
Solche, die unter den schwersten Verletzungen leiden,
die sie bei Unfällen erlitten haben,
stöhnen hörbar auf.
Opfer von Kriegen und Terror weinen laut,
weil sie Angehörige und Freunde verloren haben.
Doch noch viel mehr Menschen leiden unter der Böswilligkeit ihrer Mitmenschen,
die keine Grenzen und kein Mitgefühl kennt.
Mobbing, Missgunst und Hartherzigkeit haben sich tief in die Seelen derer gefressen,
die darunter leiden müssen.
Es sind die Tränen dieser Welt, die Tag für Tag fließen;
Auf Dauer bleibt niemand vor ihnen verschont.
Wo ist Gott bei dem ganzen Leid?
Schaut er tatenlos zu?

Es sind seine Tränen, die dort fließen,
denn er kennt die Leiden der Menschen und fühlt sie mit.
Er ist nicht die Ursache dafür,
denn die sind wir selbst.
Wir verursachen dieses Elend und Leid,
weil wir uns von Gott getrennt haben.
Die Fülle allen Leidens hat Jesus selbst erlebt,
als er für uns am Kreuz starb.
Ja, wir können uns sicher sein: Unsere Tränen sind die Seinen.
ER wird die Tränen derer trocknen, die sich ihm anvertrauen.
Er hält sie schon jetzt an seiner Hand
und trägt sie durch das Leid hindurch.
Es sind nicht unsere Tränen, sondern seine,
und sie sollen getrocknet werden.

© by Stefan Fröhlich             26.04.2007


Wie viel noch?

Wenn ich sehe, wie die Welt sich langsam zerstört,
dann kann ich nicht schweigen.
Wie viele Menschen glauben,
dass alles in Ordnung ist und lassen sich nur selten aus ihrem Tiefschlaf reißen?
Wie viele Menschen müssen noch Amok laufen,
bis die Leute merken, dass Beziehungen zerrüttet sind?
Wie viele Flugzeuge müssen noch in Häuser fliegen,
bis Menschen merken, dass kein Dialog,
sondern der Hass regiert?
Wie viele Busunglücke, Flugzeugabstürze und Raketenunglücke müssen geschehn,
bis Menschen merken, dass Sicherheit relativ ist?
Wie viele Vulkanausbrüche, Überschwemmungen, Dürreperioden, Erdbeben und Erdrutsche müssen noch geschehen, bis der Mensch zur Einsicht kommt, dass er sein Schicksal nicht in seinen Händen hält?
Wie viele Menschen wollen an der erlösenden Gnade Gottes noch vorübergehn,
ohne sie für sich in Anspruch zu nehmen?
Wann wird ein Umdenken stattfinden?
Wann werden die Menschen zur Einsicht kommen,
dass nur Gott ihnen helfen kann.
Gott sei Dank, geschieht es schon heute.
Aber es sind nur wenige.


© by Stefan Fröhlich

Krieg der Welten
Mächte und Gewalten kämpfen um uns
Tag und Nacht.
Sie wollen uns von Gott fortreißen,
von seiner Gegenwart fernhalten.
Sündige Verlockungen stellen sie uns auf den Weg,
um uns von dem ewigen Ziel abzubringen.
Wenn wir Gott gehorchen, schreien sie vor Angst,
wenn wir sündigen, jubeln sie vor Freude.
Es sind gewaltige kosmische Kräfte,
die um uns ringen,
in einem gewaltigen Krieg der Welten.
Es liegt an uns,
wen wir den Kampf um unsere Seele gewinnen lassen;
die Engel, Gottes Agenten,
oder Satans Dämonen.
Ich bin gewiss,
dass weder Tod noch Leben,
weder Engel noch Mächte noch Gewalten,
weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges,
weder Hohes noch Tiefes
noch eine andere Kreatur uns scheiden kann
von der Liebe Gottes,
die in Jesus Christus ist.


(Die Bibel, Römer 8,38-39)

© by Stefan Fröhlich             27.04.2007




Harte Zeiten
Regen peitscht das Land und Stürme toben voller Gewalt.
Nichts scheint mehr fest,
jeder Halt scheint zu entschwinden.
Die Sonne hat schon so lange keine wärmenden Strahlen geschickt;
Sie ist so weit weg.
Hoffnungslosigkeit macht sich breit,
ja die Frage taucht auf, ob das Leben nicht sinnlos ist.
Alles ist grau und trostlos,
die Herzen kalt und unbarmherzig,
du fängst an zu verzweifeln;
die Zukunft ist ungewiss.

Doch fürchte dich nicht,
auch wenn alles drunter und drüber geht.
Auch wenn es regnet, spendet die Sonne ihr Licht.
Gott ist nicht weit weg,
sondern ganz nah bei dir,
auch wenn du das nicht fühlst.
Er lässt schwere Zeiten zu,
damit dein Glaube stark und kraftvoll wird
und wenn du gar gefallen bist und
meinst nicht umkehren zu können,
sei gewiss:
Tiefer fallen, als Jesus fiel, kannst du nicht mehr.
Ja, er lässt dich in die Tiefe gehen,
damit du erkennst, was für eine Gnade es ist,
errettet zu sein,
und bringt dich wieder in seine Gemeinschaft zurück.
Sträube dich nicht gegen schwere Zeiten,
denn ohne sie kannst du nicht wachsen!
Aber sei getrost: Auch sie gehen einmal zu Ende.

© by Stefan Fröhlich 

Das Rettungsseil
Ich fühlte mich verstoßen, von Gott verlassen.
Täglich wurde mir meine Sündhaftigkeit vor Augen geführt und Gott schien unendlich fern.
Ich wollte nach Gottes Willen leben, schaffte es aber nicht.
Dann setzte ich auf Menschen und kapselte mich ab,
zog mich zurück, als sie mich enttäuschten.
Ich setzte meine Hoffnung auf andere Dinge, auf die Zukunft.
Doch als all diese Dinge zerbrachen, zerbrach ich auch innerlich.
Ich war am Ende, wollte nicht mehr weiterleben, war im Schlamm und im Dreck gefangen.
Ich hatte nur noch eine Hoffnung, sah nur noch eine Chance, dass Gott eingreifen würde.

Und er hat es getan.
Er hat mir Leben neu geschenkt.
Er hat alles zerbrochen, worauf ich vertraute,
damit ich mich ihm ganz überließe und ganz mit ihm leben sollte.
Er hat mein Leben radikal verändert.
Er schenkte mir perfekte Gemeinschaft mit ihm
und anderen Christen.
Er gebraucht mich und ich werde ihm Stück für Stück ähnlicher.
Ich hab das nicht verdient.
Alles, was ich bin und habe, ist nur durch Gottes Gnade.
Hätte er nicht geholfen, wäre ich innerlich abgestorben.
Doch er hat mich befreit.
Sein Rettungsseil kam nicht zu spät.



Der Nebelschleier
Wie ein Schleier verhüllen Nebelschwaden den Himmel
und lassen uns die Sonne nicht erkennen.
Doch sie ist da, auch wenn man sie nicht sehen kann.
Das Licht bahnt sich durch den Nebel seinen Weg
und leuchtet in unser Leben hinein.
Trotz aller Schwierigkeiten, Zweifel und Fragen
dürfen wir sicher sein, dass Gott da ist
und dass er über uns wacht,
auch wenn wir ihn noch nicht von Angesicht zu Angesicht sehen.
Eines Tages wird der Schleier von unseren Augen abfallen,
dann werden wir ihn vollständig erkennen.

© by Stefan Fröhlich

Anfang und Ziel
Du bist der Anfang meines Weges
und zugleich Zielpunkt an seinem Ende.
Du bist mein immer treuer Begleiter;
In jeder Situation meines Lebens bist du an meiner Seite.
Auch in schweren Stunden des Kampfes,
wo die Dunkelheit das Ziel verbirgt, bist du bei mir.
Denn dein Licht leuchtet mir den Weg frei,
auch wenn ich nicht sehe, wie es weitergehen soll.
Du bist mein Zufluchtsort, meine Burg,
in dir weiß ich mich geborgen.
Lass mich dir ganz vertrauen,
denn du hast dich als vertrauenswürdig erwiesen.
Du bist dort, wo ich Rast finde auf meiner Reise,
du bist die Haltestelle, wo der Bus abfährt.
In dir ist alles, was ich brauche und alles was ich will.
Führe und leite mich nach deiner Wahrheit.
Lass mich im Licht gehen und führe mich ans Ziel, der du der Anfang und die Vollendung meiner Träume bist.

© by Stefan Fröhlich 23.01.2009

Die zwei Lieder
Es gibt ein Lied, das viele singen,
obwohl sie den nicht kennen,
gegen den es sich richtet.
Sie singen es schon ihr Leben lang,
von der Geburt bis zum Sterbebett
und sie handeln ihr Leben lang,
wie es ihnen dieses Lied vorschreibt.
Der Fürst der Finsternis hat es geschrieben;
Seit dem Sündenfall singt es die Menschheit:
Das Lied von der Auflehnung; der Auflehnung gegen Gott.


Doch es gibt ein Lied, das leiser klingt, wirklich schön ist
und gewaltig enden wird.
Die Menschen, die dieses Lied hören
-und jeder hört es einmal-
werden vor die Wahl gestellt:
Vor die Wahl zwischen Leben und Tod.
Wer das Lied anstimmt, wird erfüllt davon,
er will es anderen vorsingen.
Dieses Lied ist umgeben von Licht.
Es ist das Lied der Liebe; der Liebe Gottes.
Sie macht nicht Halt vor der Auflehnung.
Nein! Sie überwindet sie
Und zieht Menschen aus der Finsternis ins Licht
der Gegenwart Gottes.
Lass das Lied der Auflehnung in deinem Herzen verhallen;
Es bringt dir sowieso nur den Tod!
Komm stimm in das Lied der Liebe ein,
in das Lied der Liebe Gottes,
das Leben bringt: Ewiges Leben.

Liebe gegen Hass
Ich verstehe deine Wege nicht, Herr.
Doch ich weiß, dass du keine Fehler machst
und mich sicher leitest.
Du weißt, was hinter dem nächsten Hindernis
auf mich wartet.
Du kennst meine Zerissenheit, meine Verwundbarkeit
und alles, was mich bewegt.

Und du bietest einen Tausch an:
Liebe gegen Hass
Fülle gegen Leere
Erfüllung gegen Sehnsucht
Frieden gegen Zerissenheit
und Heilung für meine Wunden.

Du nimmst das, was mich zerstört
und gibst das, was ich so nötig brauche.
Danke.


Wer trägt deine Last?
Wer trägt deine Last,
die du durch den Tag schleppst?
Wie schwer ist der Ballast, den du auf deinen Schultern trägst?
Welche Sorgen schleppst du mit dir herum?
Und wer hört dein Schrein, wenn du nicht mehr kannst?
Jesus hört dich!
Er nimmt dir deine Last ab,
wenn du sie ihm nur gibst.
Lass ihn ran ans Werk!
Er kann dich befrein
und gibt dir Freude im Austausch
für das, was dich kaputtmacht.
Halleluja!
Lobt ihn den Befreier!
Singt ihm und betet ihn an!

Matrix
Was ist die Matrix?
Was ist wahr? Was ist Realität?
Ich suche danach und bewege mich in einem Kreisel.
Wer hat die Antwort auf die Fragen meines Lebens?
Gibt es etwas, dass meine innere Leere füllen kann?
Verlasse ich mich vielleicht auf Scheinwelten?
Was passiert, wenn alles zusammenbricht?

Wer hat recht, was ist Wahrheit, wo liegt der Sinn?

Kann mir jemand helfen?

(Dieses Gedicht war im Vorspann eines Jugendgottesdienstes zu sehen. Aus dramaturgischen Gründen liefert es keine Antworten)

Gebet
Wenn ich einsam und verlassen bin,
keine Freude mehr spüre
und die Ereignisse sich überschlagen hört Gott mein Gebet.
Er hält mich fest.
Er lässt mich nicht los.
Kein Gebet das ich spreche ist umsonst.
Gott wird zwar nicht alles geben was ich mir wünsche,
aber alles was ich brauche.
Er will nur das Beste für mich.
Ihn freut es, wenn ein armer, sündiger Mensch mit ihm kommuniziert.
Stimmt in ein Dankgebet ein!

Warum nur, Gott?
gewidmet den Kosovo Flüchtlingen
von Stefan Fröhlich

Warum lässt du das zu, Gott?
Warum werden Menschen aus ihrer Heimat
vertrieben, getötet, gefoltert, gejagt
und gequält?
Warum lässt du es zu, dass Menschen anderen
so etwas antun?
Warum lässt du so etwas zu?
Warum lässt du Kriegsverbrecher gewähren,
die sich nie vor einem Gericht verantworten müssen?
Hörst und siehst du das Leid der Flüchtlinge nicht?
Das der Mütter, die ihre Männer verloren haben,
jetzt allein sind,
und fünf Kinder zu versorgen haben,
von denen eines erkrankt ist und vielleicht zwei
schon vorher verlorengegangen sind oder getötet wurden?
Was ist mit denen die sich schwerverletzt
zur Grenze schleppen müssen?
Alte, kranke Menschen und kleine Kinder,
deren Familien versuchen, die Grenze zu erreichen,
die jedoch oft zugesperrt ist?
Andere, denen die Flucht gelungen ist,
die in einem Land fern der Heimat ausharren, existieren, vegetieren,
wo sie unerwünscht sind, auf engstem Raum:
Acht in einem Zimmer oder
Fünfzig, in einem Zelt für Dreissig.
Gott siehst du das nicht?
Zehntausende auf der Flucht?
Vertrieben aus dem eigenen Land.
Ohne Heimat, ohne alles.
Mangel an Essen, Mangel an Schlafplätzen, Mangel an Hygiene,
Mangel an allem.

Hörst du, Gott, das Schreien der Gefolterten,
das Klagen der Vertriebenen,
das Stöhnen der Verletzten,
das Weinen der Kinder,
die Hoffnungslosigkeit der Alten,
die verzweifelten Mütter,
die Jungen ohne Zukunftsperspektive,
in einem Land, fern der Heimat,
das schon zu arm ist, sich selbst zu versorgen?
Weshalb tust du nichts Gott?
Das Elend geht über alles.
Zehntausende sind auf der Flucht.
Vor wem?
Vor Menschen, die das Land für sich beanspruchen,
die ethnische Massenvertreibungen durchführen.
Wie im Mittelalter?
Nur mit moderneren Waffen.
Das Denken ist gleich geblieben.
Der Konflikt ist nicht zu lösen?
Oder?
Wer soll das schaffen?
Die NATO?
Russland?
Rugova?
Die UCK?
Milosevic, indem er einlenkt?
Unmöglich!
Das kannst nur du tun, Gott!
Warum tust du es nicht?
Doch, du wirst eingreifen,
zu deiner Zeit und richten
die Gewalttäter und ein Ende machen
der Vertreibung.
Wenn sich die Schuldigen nicht hier verantworten müssen,
dann vor deinem Thron.
Warum lässt du aber das Elend zu?
Ich weiß es nicht
und doch wirst du eingreifen
und ihm ein Ende machen.

© by Stefan Fröhlich 

Danke
von Stefan Fröhlich

Hab, Dank, Gott.
Du gibst Frieden,
Friede der ewig bleibt.
Zwar wird der Friede auf dieser erde
nur von kurzer Dauer sein,
doch bald wirst du dein Friedensreich
errichten.
Danke, für das Ende des Krieges im Kosovo.
Du hast eingegriffen.
Du allein hast den Krieg beendigt,
den Machthabern die Grenzen gezeigt
und durch dich dürfen die Flüchtlinge zurückkehren,
die man aus dem eigenen Land
vertrieben hatte.
Gib, Gott, jedoch den wahren Frieden.
Lass den Frieden den wir sehen
echt sein.
Lass es nicht zu, dass irgend jemand wortbrüchig wird -
Du wirst nie wortbrüchig mein Herr und mein Gott.
Doch dafür möchte ich dir danken und einfach „Danke“ sagen,dass die Flüchtlinge bald heimkehren dürfen.
Tröste Sie.
Sei mit ihnen.
Bitte mach ihnen klar,
dass nur du ihnen helfen kannst.
Denn sie werden in ihrer Heimat
nur noch Zerstörung vorfinden.
Ihre Häuser, die nur noch Ruinen sind.
Doch sie werden zurückkommen
in ihre Heimat,
weil sie sonst noch nirgendwo anders
gelebt haben
-ausser bis vor kurzem.
Herr, lass bitte allen klarwerden,
dass nur Dir,
aber nur Dir der Friede zu verdanken ist.
Es hätte auch noch schlimmer kommen können.
Doch du, Gott, hast Frieden gewollt.
Aus dankbarem Herzen bete ich
dich, Herr, dafür an.
Denn das Leiden wird ein Ende haben,
auch wenn es noch nicht aufgehört hat.
Die Vertreibung hat ein Ende,
das Leben soll wieder einziehen.
Es muss einen Neuanfang geben,
aber das geht nur durch dich,
oh Herr.

Trauer
von Stefan Fröhlich

Amerika trauert um die Toten und Verletzten der Terroranschläge auf das World Trade Center, das Verteidigungsministerium, und diejenigen die in den vier Flugzeugen starben.
Wir Christen sind verpflichtet für die Angehörigen zu beten.

Wut, Hass, Rachegefühle brodeln auf.
Warum hat Gott das zugelassen?
Warum gibt es Menschen, die zu so etwas fähig sind?

Es sind viele umgekommen.
Menschen, die damit rechneten den nächsten Tag zu erleben.
Solche die Pläne für morgen und die Zukunft hatten.
Die ihrer Arbeit nachgingen.
Jetzt sind sie tot. Aus dem Leben gerissen.
Amerika trauert.
Gibt es Krieg?

Fragen über Fragen! Gott hat den Terror nicht gewollt.
Aber er hat den Menschen die Möglichkeit gegeben sich für das Gute oder das Böse zu entscheiden.
Und jede Entscheidung hat seine Konsequenzen.
Gott wird die Übeltäter am Ende aller Zeiten gerecht bestrafen.
Wer selber Rache ausübt, wird ihm aber auch Rechenschaft abgeben müssen.


Wer hasst, der hat den Tod gewählt. Es ist eine Spirale, in der immer mehr Menschen, den Tod finden.

Doch wer vergibt, hat das Leben gewählt, selbst wenn er stirbt.
Wer auf Gott vertraut, hat das ewige Leben.

© by Stefan Fröhlich 


Für alle Verzweifelten
Freuen dürfen sich die, die zerbrochenen Herzens sind. Diese Worte Jesu enthalten eine frohe Botschaft für alle die am Leben verzweifeln.

Für die, die keinen Ausweg mehr sehen,
in der Klemme sitzen und sich nicht mehr selbst befreien können.
Die, die Depressionen haben
und sich in einer Sackgasse bewegen.
Solche die im Gefängnis sitzen, oder von sich selbst gefangengenommen sind.
Die Botschaft ist für alle
die tief im Dreck stecken,
die mit ihrem Leben Schluss machen wollen,
alles andere als Frohnaturen sind,
auf alles und alle wütend und zornig sind,
die kein Zuhause,
ob körperlich oder geistlich, haben,
in Schuldenbergen versinken,
deren Vorstrafenregister unendlich lang sind,
oder solche die sich für frei halten
und es doch nicht sind.
Für euch alle gilt: Jesus macht euch frei.
Er hilft euch.
Jesus hört Gebet.
Er reißt euch aus tosenden Fluten heraus.
Er kann helfen.
ER kann es.


© by Stefan Fröhlich

Ruhe
Ich brauche Ruhe.
Ruhe im Herrn.
Ihm will ich mich ganz überlassen.
Seinen starken Arm fassen,
wenn ich abzustürzen drohe
und wenn ich Ruhe suche
nach einem langen schweren Kampf.
Nur bei dir finde ich Ruhe, Herr.
Der Schein trügt:
Jede Ruhe,
die nicht vom Herrn ausgeht,
ist falsch.
Gib mir Ruhe, Herr.
Ich will ruhen in dir.

Vermutlich April 2000
(Erstes Gedicht im ersten Gedichtbuch)


Gespräch mit Gott
„Gott muss ich auf dieser Erde die ganze Zeit nur leiden und ständig vor Problemen stehen?“
"Was sind die Leiden dieser Zeit verglichen mit der Herrlichkeit, die alle erleben werden, die mir nachfolgen?"
„Ja, aber was sollen die anderen von mir denken, wenn sie erfahren, dass ich Christ bin?“
"Wichtig sollte dir nur sein, was ich von dir denke.
Denn was die anderen von dir denken, wird nach dem Tod nicht mehr zählen."

„Und, Gott, warum das alles? Was ist der Zweck des Ganzen?“
"Ich möchte dich reifen lassen im Glauben. Ich möchte dir zeigen, dass du durch und durch ganz abhängig bist von mir. Und ich möchte dich bei mir im Himmel haben."

Gottes Wege
Dank sei dir, mein Herr und Meister,
denn du bahnst Wege auch in der Wüste.
Du führst durch reißende Ströme,
und wenn es deinen Zielen dient,
bewahrst du uns vor dem Gift von Schlangen und Skorpionen.
Doch einen Anspruch auf Bewahrung
haben wir nicht.
So manch ein sinnloser Tod von Freunden und Bekannten setzt uns zu,
doch oft sind auch dies deine Wege,
die zu einem guten Ziel bei dir führen.
So will ich dir danken für deine Güte,
und deine Wege bejahen,
auch wenn ich sie nicht verstehe.
Und wenn du Wunder schenkst,
so will ich sehen und staunen.
Wenn du anders führst,
dann führt auch dieser Weg nach deinem Plan,
zu einem Tal des Segens.
Das ist besser,
als wir selbst imstande wären,
es zu vollbringen.
So neige ich mein Herz dir zu,
zieh es zu dir
und regier auch über meinen Verstand!
Doch wandle dies alles hin zu dir;
Ich will meinen Dank dir geben.

© by Stefan Fröhlich 22. Juli 2012


Die Antwort auf alle Fragen
Es gibt nichts auf dieser Welt,
dass die Einzigartigkeit des Kreuzes in den Schatten stellt.
Denn so sehr wir uns auch nach einer solchen Liebe umsehen,
wie sie Jesus damals an den Tag gelegt hat,
so ist das Suchen doch völlig aussichtslos und vergeblich.
Obwohl uns ganz klar berichtet wurde,
was dort geschehen ist,
so können wir, meiner festen Überzeugung nach,
das Spektrum und die Bedeutsamkeit dieses Ereignisses
nicht einmal bruchstückhaft erfassen.
Und doch ist es möglich zu begreifen,
dass dieser Gekreuzigte etwas mit mir zu tun hat,
dass er mich liebt und in mein Leben wirkt.
Da gibt es noch so viele Fragen, die ungelöst sind,
so viele Dinge die paradox erscheinen,
und doch gibt es nur eine Antwort
und das ist die Person Jesus Christus.
Wenn wir nicht mehr auf uns und unsere Fragen schauen,
sondern unseren Blick auf Jesus richten,
wird alles andere auf einmal zweitrangig.
Denn obwohl wir jetzt erst schemenhaft erkennen können,
stillt Jesus schon jetzt das Verlangen nach Liebe und Geborgenheit
und lässt die Vorläufigkeit dieser Welt uns unwichtig erscheinen.

© by Stefan Fröhlich